Das neue Projekt

Ich freue mich sehr, nach langer Vorbereitungszeit nun endlich die Veröffentlichung eines neuen Projektes bekannt geben zu können, denn heute kroch die Katze endlich aus dem Sack:

Ab sofort moderiere ich im Auftrag der Aktion Mensch eine neue Podcast-Serie namens dieGesellschafter.de, der – wie unschwer zu erkennen ist – ein zusätzliches Informations-Angebot im Rahmen der Initiative Die Gesellschafter darstellt. Das ganze wurde heute im Blog des Projektes angekündigt.

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Ich habe lange mit der Aktion Mensch darüber beraten, welcher inhaltlicher Ansatz hier gefahren werden soll. Vom Modus her allerdings wird vielen von Euch das Konzept aber bekannt vorkommen. Wie bei Chaosradio Express ist der Podcast für dieGesellschafter.de ein Interview-Podcast, nur mit einem klaren Fokus auf gesellschaftliche Themen und wie man sich selbst in der Gesellschaft einbringen kann. Wer also nicht-technischen Themen bei Chaosradio Express schon immer was abgewinnen konnte wird sich hier sicherlich schnell heimisch fühlen.

Die erste Ausgabe des Podcasts widmet sich auf meinen Wunsch der Aktion Mensch selbst. Ich spreche mit Heike Zirden, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und damit auch Projektchefin von dieGesellschafter.de, über die Organisation, die eigentlich jeder irgendwie kennt aber von der auch selten erraten wird, worum sie sich nun eigentlich wirklich kümmert. Geplant ist eine Ausgabe alle 14 Tage, aber da schon die ersten Sendungen vorproduziert sind wird es am Anfang deutlich schneller gehen. Die nächsten Folgen sind dann Gespräche mit anderen NGOs, philosophische Hintergrundgespräche und das Innenleben von konkreten Projekten. Es geht hier also um deutlich mehr als nur die Aktion Mensch. Gemäß dem Projekt-Motto „In was für einer Gesellschaft wollen wir leben“ versuche ich eine möglichst große Themenvielfalt zu entwickeln und Einblicke in gesellschaftliches Engagement aufzuzeigen.

Der Podcast ist ab sofort freigeschaltet. Hier ist der Podcast-Feed und hier klickst Du iTunes. Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr alle mal reinhört und bei Gefallen auch abonniert.

Wer dieGesellschafter noch nicht kennt, dem seien noch ein paar Resourcen empfohlen. Das ganze ist als Platform zur Diskussion und Meinungsbildung über gesellschaftliche Themen gedacht. Die Diskussion nimmt damit einen großen und wichtigen Teil ein. Das Tagebuch wiederum ist ein moderiertes Blog, in dem sich täglich unterschiedliche Persönlichkeiten zu aktuellen Themen äußern. Die Themenauswahl im Tagebuch allein zeigt, wie weit das Projekt aufgespannt ist. Das Tagebuch kann sicherlich auch für den Podcast als Inspiration für neue Themen dienen.

Dazu kommen das Filmfestival (dazu bald in einem Podcast mehr) und ein Kurzfilmwettbewerb und vieles anderes mehr. dieGesellschafter sind auch auf Twitter zu finden.

Ich freue mich besonders über das Zustandekommen dieses Projekts, weil ich seit Jahr und Tag das Potential von Podcasts für NGOs gepriesen habe. Besonders Interview-Podcasts eignen sich meiner Auffassung nach hervorragend für unabhängige Organisationen, um ihre Arbeit, ihr Engagement und ihre Motivation von innen zu beleuchten und damit sowohl die eigenen Leute, Förderer und Sympathisanten als auch interessierte Dritte die eigenen Themen näherzubringen. Letztlich ist auch der Chaos Computer Club ein NGO und ich denke, dass das gesamte Chaosradio-Projekt für den Club sehr förderlich war und ist.

Überrascht war ich allerdings auch von der Medienaffinität und dem hohen Willen zum Experiment bei der Aktion Mensch. Ich habe eine Organisation kennengelernt, die nicht nur genau weiß, wohin sie will, sondern auch bereit ist, jenseits der gepflasterten Staße und des Trampelpfades ihre Wege zu finden und dabei auch Neuland zu betreten. Von dieser Mentalität könnten viele Gruppen zehren. Da das Geld der Aktion Mensch primär Partnerorganisationen zugute kommt (dazu mehr im ersten Podcast), die damit ihre eigenen Ziele realisieren, profitieren schon jetzt viele andere davon.

Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und natürlich freue ich mich auch sehr, wenn mich möglichst viele von Euch dabei begleiten.

Noch ein Wort zu Chaosradio Express: das DG-Projekt war nun schon lange geplant und wird einen bestimmten Teil meiner Zeit in Anspruch nehmen. CRE ist dadurch allerdings nicht gefährdet. Gerade nach der Spendenaktion ist CRE für das nächste Jahr auf gleicher Augenhöhe und wird von mir mit der selben Energie wie bislang vorangetrieben. Ich sehe die beiden Projekte auch eher als sich gegenseitig ergänzend als in Konkurrenz zueinander stehend. Während sich CRE trotz Ausnahmen immer mehr auf die Technik konzentrieren wird, ist es bei DG die Gesellschaft (das heißt aber nicht, dass gesellschaftliche Themen bei CRE keine Rolle mehr spielen).

Und: aller guten Dinge sind drei. Neben Technik und Gesellschaft soll auch die Politik in meinem Portfolio noch eine Rolle spielen. Dazu aber später mehr. Ich habe noch so einiges vor im nächsten Jahr und will jetzt noch nicht alles verraten.

43 Gedanken zu „Das neue Projekt

  1. Ein starkes Projekt! Ich bin gespannt und drück die Daumen, dass wirklich für alle Projekte (DG, CRE und MM) die entsprechende Zeit bleibt, diese mit dem nötigen Engagement zu betreiben.

  2. Könntest Du bitte vernünftige Episoden-Titel verwenden? iTunes zeigt mir sowohl Podcast-Titel als auch Podcast-Datum bereits ein – beides hat entsprechend im Titel nichts zu suchen.

  3. Das neue Podcast-Projekt hört sich spannend an. Ich würde mich über eine neue Folge von Chaosradio Express freuen. Ich brauch dringend Stoff für meine Busfahrt nach Berlin am 28. Du hast nicht zufällig noch eine Folge vorproduziert die du am 26./27. raushauen könntest?

    Bitte, bitte! :-)

  4. Pingback: Neuer Podcast: Die Gesellschafter : netzpolitik.org

  5. Hallo,
    interessanter Podcast, endlich mal nix vom Iphone und wichtig.

    Wenn Tim da mit seinem neuen Podcastsetup spielt und Ableton im Einsatz hat, dann wuerd ich mal ueber die Compressoren nachdenken. Tims Stimme pumpt etwas. ich wurde vorsclagen weniger Kompressionsverhaeltnis (so 4:1) und vor allem die Attack zuruecknehmen!?

    Son digitaler Kompressor is schneller als die Behringerklitschen;)

  6. OMG – als wenn diegesellschafter.de nicht schon schlimm genug wäre, jetzt auch noch ein podcast -.- das projekt ist doch so schon tot… aber vielleicht kannst du da noch was retten, viel glück.

  7. Umfassendes Feedback möchte ich noch nicht geben, zumal die erste Ausgabe ja auch dazu diente, das Projekt und sein Umfeld vorzustellen; mal sehen, was sonst so an Themen kommt.
    Das Gespräch fand ich etwas zu „ernsthaft journalistisch“ geführt, mir fehlten einfach die Witze zwischendurch und dafür hat es zu lang gedauert. Sicherlich auch schwierig, weil zur Auflockerung von CRE ja häufig auch „Nerd-Insider“ dienen.

    Und ich muss mich nochmal über Kleinigkeiten beschweren: beim Eintrag zu Ausgabe fehlen im Vergleich zur Übersicht auch noch die zeitliche Dauer der Episode und die Größe des Downloads.

  8. Gut, dass Du direkt klargestellt hast, dass dies CRE nicht negativ beeinflussen wird. ;-)

    Ich habe übrigens gerade „Tim Pritlove“ in der Wikipedia nachgeschlagen und gelesen, dass Du Diskordianer bist.
    An der Stelle möchte ich mal Werbung machen für meine eigene Glaubensrichtung der orthodoxen Atheisten ;-> ;-) :-P

  9. Das klingt sehr spannend und interessant und ich wünsche dir das Beste für den neuen Podcast. Allerdings gehöre ich zu jenen, die gerade die nicht-technischen Folgen von CRE lieben. Wäre schade wenn die im Verhältnis total untergehen.

  10. interessante Entwicklung ! das riecht nach einer „Anne Will“ Tadeusz, Hörbar Rust, … des Podcast“ einer wirklich spannenden Zukunft. Sehr gut mach weiter so.

  11. Juhu, endlich ist es raus. An das Siezen im neuen Podcast muss ich mich noch gewöhnen, aber das werde ich schon schaffen. ;)
    Bin sehr gespannt was in den nächsten Folgen noch so kommt, und hoffe dass Dir der Spass am Produzieren erhalten bleibt. :)

  12. Super Sache! Finde ich klasse dass Du das machst. Ein kleiner Tipp für Nummerierungen für solche Medien ist die Benutzung des Datums in Form z.B. 20090101 besser als simple Durchnummerierungen. Zum einen stößt man nicht so schnell an die Grenzen (und ich hoffe Du wirst auch diesen Podcast lange machen) und zum anderen sieht man immer sofort, von wann dieser Podcast war. Hat was mit dem philosophischen Gedanken des Erinnerns zu tun. Ich drücke Dir sämtliche Daumen für Deine Podcasts und bin gespannt.

  13. @hoergen: Ich finde aufsteigende Episodennummern produktiver, da man sich leichter merken kann, welche Sendung sich womit beschäftigt hat und das dann auch leichter weitergeben kann („hör Dir mal CRE080 an..“}. Erfahrungswerte.

  14. Pingback: dieGesellschafter.de gebannt im Podcast - BackOffice - Intensivkind

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