Datenschutz-Manifest des CCC

Angesichts der immer tolldreister in ihren Datenbeständen fahndenden Privatunternehmen hat der CCC mal eine Liste von Massnahmen zusammengestellt, die jetzt geboten sind: Chaos Computer Club fordert nach Telekom-Spitzelaffäre wirksamen Schutz vor Datenverbrechen

11 Gedanken zu „Datenschutz-Manifest des CCC

  1. Ich denke mal, dass nichts davon umgesetzt wird. Und die Vorratsdatenspeicherung und Onlinedurchsuchung wird ja auch nicht von der Union in Frage gestellt.
    Erst wenn wir Millarden an Verlusten wegen Industriespionage irgendwann man einbüßen müssen wird was passieren.

  2. Was kann ich denn selber gegen ein Unternehmen tun, das meine Daten will. Ich habe einen neuen DSL Vertrag abgeschlossen, da steht klar in den AGBs unter Datenschutz:
    “O2 darf personenbezogene Daten des Kunden erheben, verarbeiten und nutzen, soweit die Daten erforderlich sind, um ein Vertragsverhältnis über das Sicherheitspaket von O2 einschließlich dessen inhaltlicher Ausgestaltung mit dem Kunden zu begründen oder zu ändern. Zu diesen Zwecken kann O2 auch Dritte beauftragen, insbesondere MATERNA GmbH.”
    Das ist doch so schwammig formuliert, dass die alles machen können wenn sie es als “inhaltliche Ausgestaltung deklarieren” Kann ich mich gegen sowas wehren? Der Ansprechpartner im Shop sagte mir, das ist alles nötig, damit mein Tarif berechnet werden kann und außerdem wird die Speicherung der Verbindungsdaten jetzt sowieso vom Staat verlangt, sodass ich nicht mal wählen kann keine Auflistung der Einzelgespräche zu bekommen. Super. Ich fühle mich irgendwie nakt.

  3. Verbraucherzentralen sollte man mal drauf ansprechen ob sie auch das als ihr Aufgabengebiet sehen Privatkunden vor “Datenraub” zu schützen.
    Ansonsten bräuchte man schon eine Rechtsschutzversicherung und gute Nerven.
    Momentan gibt es allerdings noch fast keine Datenschutzgesetze, wo man eine Chance hätte juristisch gesehen. (Ich bin kein Rechtsanwalt – und das ist keine Beratung verklagt mich bitte nicht danke)

  4. Ich habe im März ein Girokonto bei der Sparkasse eröffnet und da schiebt mir die Tante doch tatsächlich ein Blatt unter auf welchem die checkbox für RealLife Spam schon angekreuzt war (Werbesendungen über auf mich zugeschnittene ‘Produkte’ der Berliner Sparkasse inklusive Weitergabe der Daten an Dritte. Ich hätte gerne mal gewusst woher die eigentlich wissen welche Finanzprodukte auf mich zugeschnitten sind ohne meine Daten auszuwerten!!!).
    Ich musste wirklich einen Handstand machen und ein extra Blatt aufsetzen mit expliziter Willenserklärung das doch bitte bleiben zu lassen. Die Frau hat mich angeguckt als wäre ich ein renitenter Kleinkarierter der ihr unötigerweise das Leben schwermacht weil “also da hat sich noch nie drüber beschwert!”. Fuck you Lady!

    Weiter ging es dann mit einer Klausel die der Bank in einem gewissen Rahmen gestattet dein Konto zu überwachen. Ich glaube das ist sogar gesetzlich verankert und geht nicht weiter als das irgendwo ne rote Lampe angeht wenn du große mengen Geld rumschiebst (ich denke alles über 20k aber ich weiß es nicht wirklich). Weil ich schon in so einer aufmüpfigen Laune war hab ich mal gefragt wofür das denn eigentlich gut ist und sie meinte doch tatsächlich es gehe dabei um Terroristen.

    Ich hätte sie recht gern geohrfeigt. Aber die kann ja auch nichts dafür.

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