Wie groß ist eine Webseite?

Ich ärgere mich immer wieder über die verwirrenden und in meinen Augen auch bewusst irreführenden Angaben zu Datentarifen bei Mobilfunkprovidern. Die letzte Aufstellung, die mich aufseufzen liess war eine Kostenaufstellung “pro 150 KB”. Ich denke, kein Mensch kann mit solchen Größenordnungen umgehen.

Ich schlage daher die Einführung einer neuen Größenordnung ein: die Kilowebseite. Eine Kilowebseite ist die Datenmenge die man benötigt, um 1000 Webseiten abzurufen. Nun ist natürlich nicht jede Webseite gleich groß, aber die Frage lautet: wie lautet die durchschnittliche Größe einer Webseite heutzutage?

Das schöne an der Maßeinheit ist, dass sich unter einem einzelnen Seitenabruf jeder was vorstellen kann, man die durchschnittliche Größe über die Zeit neu anpassen kann (vergleichbar dem Warenkorb des Bundesamts für Statistik) und man leicht nachrechnen kann, wieviele Seiten man so abruft, wenn man nur mal durch seine History durchmarschiert.

Für sachdienliche Hinweise zu existierenden Untersuchungen oder andere kluge Ratschläge, um unsere neue Währung “KWS” (oder KWP in englisch) aus der Taufe zu heben, bin ich sehr dankbar. Wenn wir uns auf eine Größe festgelegt haben können wir die Datentarife der Mobilfunkprovidern mal anders betrachten.

Nachtrag: In den Kommentaren fand sich dieser Link zu Phlow. Dort kommt Mo bei einer Betrachtung nach meinem Geschmack zu der pauschalen Aussage, dass eine Webseite (er geht hier wohl von den Portalseiten aus) im Schnitt auf ein halbes Megabyte kommt. Bissl höher als erwartet, aber man geht ja mit der Zeit.

Rechnen wir also mal nach: wenn eine Seite ein halbes MB belegt, dann sind also 1 GB Traffic ca. 2 KWS. Die meisten fairen Flatrates bieten also mit 5 GB Traffic ca. 10 KWS pro Monat oder ca. 330 Webseiten pro Tag. Bei 50 EUR Kosten zahlt man 0,5 Cent pro Klick.

Wenn man wie in den Kommentaren vorgeschlagen, könnte man analog zum Begriff KibiBytes auch gleich von KiWis reden :)

11 Gedanken zu „Wie groß ist eine Webseite?

  1. Nette Idee. Leider variiert die Durchschnittsgröße je nach Surfverhalten viel zu extrem, als dass man einen allgemeingültigen Wert finden könnte. Wer auf seinem Handy nur Google-Suchen und Ähnliches veranstaltet, der hat selbstverständlich nicht mal ansatzweise den Wert wie jemand, der mobil flickrt und jabbert. Und ich denke, gerade im mobilen Bereich gibt es verdammt unterschiedliche Nutzertypen…

  2. Die KWS geht davon aus, dass Web die einzige mobile Anwendung ist. Jabber, Mail, VPN … welche Aussagekraft hat die KWS dafür? Man müsste also immer beide Werte angeben. Techniken wie AJAX machen das ganze noch komplizierter.

    Unabhängig davon ist es natürlich interessant, wie groß die Webseiten heute im Schnitt sind. Gerade Werbetreibende scheinen jeglichen Sinn für’s Volumen abhanden zu kommen – Banner die unverlangt Videos und Musik streamen sind ja schon an der Tagesordnung.

  3. Mach es doch empirisch; miss einfach eine Weile lang den Umfang der von dir aufgerufenen Seiten, speise das eventuell in eine Datenbank und mach am Ende eine Statistik: typische tagesschau.de-, Heise-, SpON-, wired-Seite mit/ohne weitere Daten (Bilder, Flash-/Java-Gezappel, externe Styles, …)

  4. Pingback: betalog.de › KWS

  5. Nicht schon wieder ‘ne neue Einheit. Die betreiber sollen sich mal auf einen Standart einigen ob die kilobytes kibibytes kilobits oder kibibits berechnen wollen, ob beim trafic der down traffic gemessen wird oder der up trafic oder beides. Ob eine flatrate nicht doch das einzige vertriebsmodell werden soll ?

    Bei dem chaos kommst du mit ‘nem neuen “kilowebseiten”, noch chaotischer geht’s net ?

  6. naja…bin da net so überzeugt von , der erste gedanke den ich da hab is das nachher handyanbieter damit werben und jeder die einheit anders festlegt und am ende der kunde der idiot is…

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