5 Gedanken zu „Thank You

  1. “The best congress ever”. Naja. Von vielen Personen (inklusive mir) wird kritisiert, dass das Vortragsprogramm verglichen mit den vergangenen Jahren relativ lahm war.

    Dann diese ganze Illuminaten/Diskordianismus-Sache: warum? Zu dem Thema gibt es nichts neues mehr zu sagen, alles ist im wesentlichen alt und uninteressant, und trotzdem werden da Vortrags-Slots dafuer verschwendet.

    Dann noch die hohen Eintrittspreise… etliche Leute, mit denen ich gesprochen habe, haben sich darueber mockiert. Gerade fuer Studenten war der hohe Preis schon ziemlich grenzwertig, d.h. fast unleistbar. In den vergangenen Jahren war es ja auch nicht so teuer. Die Frage, die mir da natuerlich unter den Naegeln brennt: was ist der Faktor, der den 23C3-Eintrittspreis soviel hoeher machte als den von 22C3, 21C3, et al? Noch dazu unter dem Gesichtspunkt, dass zum 23C3 wesentlich mehr Personen gekommen sind als zum 22C3.

    Und dann noch die absolut stoerende Sache der Buerokratie. Gerade ich als Speaker hatte damit Probleme. Am Eingang wurde mir von voellig planlosen Engeln gesagt, ich muesste mich an dem speziellen Schalter anstellen. Nach 5 Minuten Anstellen wurde ich da rausgeholt, mit der Aussage, ich muesste mich als Speaker nicht anstellen, wurde zurueckgeholt, ich wurde informiert, und mir wurde eine Quittung fuer die Proceedings gegeben, und damit wurde ich wieder zu m Verkaufsschalter geschickt, die damit nichts anfingen konnten. Dass die Quittung mit “Proceedings/Tagungsband” (und das ausgerechnet dann, wenn es ein Armband zur Authorisierung gibt) beschriftet war, loeste noch mehr Verwirrung aus. Erst, als ich klipp und klar gesagt habe, dass ich dieses verdammte Band will, ging das dann relativ flott. So etwas nervt einfach.

    Noch mehr Probleme mit der Buerokratie hatte ich, als ich an einem (vermeintlichen) Eingang reinwollte, bei dem ich noch Stunden zuvor reingegangen bin (und durch den die ganzen Raucher auch noch reingingen), und ich dann an der Tuer abgewiesen wurde mit der Begruendung, ich solle doch den offiziellen Eingang benuetzen. Als ob es eine Rolle spielt, ob sich jetzt die quasi gleiche Gruppe Personen mein Armband ansieht, wenn ich durch Tuer A oder Tuer B gehe! Einfach laecherlich.
    Und dann war da noch die Sache, dass beim CTF der Eintritt nur ueber eine Tuere moeglich war. Und statt die zweite Tuere abzusperren, wurde die Tuere sperrangelweit aufgemacht und es stellten sich zwei Engel vor die Tuer, um die Leute, die versuchten, darueber den Raum zu betreten, unsanft und mit bloeden Spruechen wegzuweisen. Eine Erklaerung, warum diese zweite Tuer nicht zu benuetzen sei, wurde nicht gegeben.

    Das sind alles Punkte, die mir uebelst aufgestoßen sind, und die ich einfach mal loswerden will. Wenn sich die Congress-Organisatoren selbst ernstnehmen, dann sollten sie auf die Kritik, die am 23C3 z.B. in der Blogosphaere geuebt wird, auch ernsthaft eingehen, anstatt in Lobhudelei wie “best congress ever” oder schlechte Witze wie “4200 Besucher” (muhahahahaha! wie originell! vielleicht waren es gar 4223 Besucher!!!1!) zu verfallen. Das nur mal als Anstoß.

  2. @ak: Am Vortragsprogramm habe ich auch das eine oder andere auszusetzen, aber ich habe beileibe noch nicht genug gesehen, um mir da eine abschliessende Meinung zu bilden. Es ist immer schwierig, vorab einzuschätzen, was kommt. Dazu kommt, dass leider kurzfristig gleich drei Highlights abgesagt wurden, was wir aber nicht in unserer Kontrolle hatten.

    Andys Illuminatenvortrag ist auch nicht meine Sache. Lassen wir es dabei. Der Club ist vielfältig.

    Die Eintrittspreise waren nahezu identisch zum letzten Jahr mit der Ausnahme eines 5 EUR-Anstiegs bei dem Standard-Ticket. Dazu haben wir für Langzeitarbeitslose den selben Tarif wie für Schüler aufgerufen. Die Diskussion, ob auch Studenten einen anderen Tarif bekommen sollten müssen wir ggf. neu führen. Unser bisheriger Standpunkt ist, dass der Standard-Tarif ein Studententarif ist. Der Congress ist 20 EUR pro Tag wert. Jede andere Veranstaltung in nur halbwegs ähnlicher Dimensions kostet deutlich mehr und der Aufwand ist stets gestiegen.

    Was Du unter “Bürokratie” abbuchst sind für mich offensichtliche organisatorische Schwierigkeiten. Wir hatten dieses Jahr ein neues Orga-Kernteam und dass es da Übergabeschwierigkeiten geben würde war zu erwarten, doch hielten sich die wirklich in Grenzen. Dass Engel am Anfang mal so, dann so reagieren liegt in der Natur der Sache. Mal tun sie es so, wie sie denken, dass es richtig ist, dann versuchen sie die Vorgaben umzusetzen. Da ändert sich schon mal was. Wenn unserer Probleme sich nur daran festmachen lassen, dass man eine offene Tür zu viel oder zu wenig haben, dann sehe ich keine wirklichen Probleme. Die Tatsache, dass wir die Veranstaltung bei dem Besucheransturm so flauschig über die Bühne gebracht haben, ist schon ein Erfolg in sich.

    Und auch wenn Du es mir nicht glaubst AK: die 4200 stimmt. Ziemlich genau sogar. Ich habe es mehrfach überprüft und es war sicherlich das größte Geschenk, was man mir zum 23. machen konnte :)

    Kritik in der Blogosphäre: Links please. Ich gehe auf alles ein, was ihr mir präsentiert.

    Gruss
    Tim

  3. ich geh mal rückwärts mit den Argumenten AKs:

    also die 4200 Besucher auf dem 23. sind doch wirklich bemerkenswert – und auch “einen Lacher wert”.

    Bürokratie: Nun, ich war zum ersten mal da, aber mit Chaos habe ich gerechnet, ein bißchen Chaos habe ich bekommen. Wie Tim schon sagte, wenn das mit den beiden Eingängen (was mich beim ersten mal auch genervt hatte – aber was solls, beim zweiten mal weiß ich es doch dann; und Sinn kann ich dahinter schon sehen) und den Tickets die einzigen Probleme waren, dann ist das doch ok! Zumal durch die Übergabe an ein neues Kernteam beileibe mehr hätte sein können (und dürfen! Großen Resepekt an die beiden Neuen btw).
    Als ich beim CTF war, war dort sehr viel los, und ich wäre froh gewesen, hätten sie die zweite Tür aufgemacht dann hätte ich dort etwas reinguckn können. Das man nicht einfach so reinlatschen kann… nun ja… keine Ahnung von CTF aber vielleicht wäre es nicht so gut wenn zwischen den Teilnehmern Zuschauen rumspringen?
    Nicht zu vergessen: Umso größer die Veranstaltung insgesamt wird, umso mehr muss “reguliert” werden.

    Eintritt: finde ich völlig ok. Vielleicht könnte man Möglichkeiten schaffen, fleißigen Helfern einen Rabatt zu geben. Aber das würde eine riesen Bürokratie mit sich ziehen.
    Studenten Rabatte sind schwierig da evtl ein großer Teil Studenten sind? Was eine Möglichkeit wäre, dass Leute direkt am Eingang auch zu Spenden aufgerufen werden. Das könnte man dann jeweils im nächsten Jahr verwenden. Also der Starke für den Schwachen. Oder so. Was haben die Kongresse denn so in den letzten Jahren gekostet?

    Illuminaten/Diskordianismus: Direkt kann ich mit dem Zeugs auch nicht viel anfangen. Aber indirekt finde ich es toll das es da ist (vielleicht weniger, unauffälliger). Schließlich behandelt der Congress afaik nicht nur die technische sondern auch die politische und kulturelle Seite der gleichen Sache. Na und der Kram ist eben die Religion, und gehört damit auch dazu, oder nicht? Und, gut, vielleicht gibt es nichts neues zu sagen aber es gibt immer neue Leute. (Und ich glaube nicht, dass es nichts neues zu sagen gibt – aber dazu stecke ich zu wenig drin).

    Vortragsprogramm: ganz klare Kritik meinerseits: die Beschreibungen sind teilweise einfach nicht ausreichend. Aber das geht klar auf die einzelnen Vortragenden zurück. Wie kommt das Programm eigentlich zustande? Evtl könnte man da im Vorfeld schon eine Plattform schaffen wo das ein bißchen transparenter gehalten wird und u.U. von außen kommentiert werden kann.

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