Cottbus-Roundup und die Kosten der elektronischen Wahlen

Wie zu erwarten war, hat die Stadtverordnetenversammlung heute den Widerspruch wegen Einsatzes von Wahlcomputern abgelehnt. Weniger zu erwarten war, dass der Versammlungsleiter dem Einspruchsführer Thomas Langen öffentlich explizit dankte, denn es hat wohl alles zu einem Realitätsabgleich geführt: die Stadt Cottbus will die NEDAP-Wahlcomputer wohl nicht mehr anschaffen. Schön. Warten wir mal, bis das auch offiziell bekanntgegeben wird. Wir werden das natürlich weiter verfolgen.

Dazu hat wohl auch die Ankündigung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt beigetragen, Sonderuntersuchungen, wie sie vor der letzten OB-Wahl wegen der Aufregung um den NEDAP-Hack durchgeführt wurden, künftig nicht mehr kostenfrei durchzuführen. Somit darf sich im Prinzip jede Gemeinde in Deutschland für die nächste Zeit schon mal mit jeder neu bekannt werdenden Angriffsmethode auf eine satte Kostenerhöhung für jede Wahl einstellen. Im Prinzip müsste eine solche vor jeder Wahl vollzogen werden sofern die Geräte in den Jahren davor nicht mit Dauerbewachung in einem Hochsicherheitstrakt gelagert wurden.

Wer noch Filmmaterial von unserer Wahlbeoabchtung in Cottbus haben will, kann sich bei uns melden.

2 Gedanken zu „Cottbus-Roundup und die Kosten der elektronischen Wahlen

  1. Es freut mich, das etwas bewegt wurde. Wirklich. Ein Indiz dafür, dass die Bevölkerung und Politiker doch noch nicht in einem scheintoten Zustand sind, wie man (ich) manchmal denken könnte.

    Viele Grüße,
    Martin

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