Berlin: Schluss mit Ladenschluss

Das ist mal ein Geburtstagsgeschenk erster Klasse: ab dem 25. November 2006 wird der Ladenschluss in Berlin für Montage bis Samstage vollständig aufgehoben, immerhin sechs Sonntage im Jahr dürfen pro Laden dazukommen.

Dass ich das noch erleben darf.

11 Gedanken zu „Berlin: Schluss mit Ladenschluss

  1. Aber Ladenöffnungszeitenwegfall ist doch böse und unzivilisiert. Zumindest ich freue mich immer wenn ich meine im Einzelhandel arbeitenden Freunde zu Gesicht bekomme.

  2. Ist doch gut wenn Geschäfte in der Nacht offen haben.
    So stören einem auch nicht diese Überwachsungskameras. Außer sie haben Nachtsichtkameras installiert in Berlin. Aber egal da sieht man ja so gut wie nichts.
    Am Tag schlafen und in der Nacht einkaufen gehen.
    Einfach traumhaft oder?

  3. Also ich kann nichts gutes daran finden, dass der Ladenschluss in Berlin aufgehoben wird. Rhythmus ist essentiell für Gesellschaften. Kinder Tim? Wie oft, glaubst Du, würdest Du sie vorm Schlafengehen wohl sehen, wenn Du im Einzelhandel arbeiten würdest? Wie oft könntest Du spontan mit Freunden ein Bierchen zischen? Ich muss nachts nicht einkaufen – bis 20:00 ist schon viel Zeit.

  4. Ich weiß nicht, was bei Mitarbeitern im Einzelhandel anders sein soll als bei Mitarbeitern von Hotels, Restaurants, Bars, Clubs und Sicherheitsdiensten. Manche Leute wollen vielleicht sogar lieber abens oder nachts arbeiten und wer es nicht kann, arbeitet tagsüber. Nur weil die Läden nachts offen haben sind sie ja tagsüber nicht geschlossen.

    Ein Laden, für den es nicht lohnt, spät geöffnet zu haben, wird nicht öffnen. Aber wenn ein Laden genau dieses tun will sehe ich keinen guten Grund, es ihm zu verbieten.

    Das Ladenschlußgesetz hat meiner Meinung nach nichts erreicht als den Einzelhandel gegenüber Online-Diensten und Tankstellen schlechter zu stellen.

    Was soll man denn sonst mit den Leuten machen, die eben nur abends oder sogar nachts Zeit haben, einzukaufen? Touristen, Nachtschwärmer brauchen Angebote und es steht jedem frei, diese Angebote zu bieten.

    Wenn Du bis 20 Uhr genug Zeit hast ist doch super. Aber das gilt nicht für jeden.

  5. Mir ist das ja alles auch ganz recht. Das Problem hierbei sehe ich bei dem kleinen vietnamesischen oder türkischen oder was weiß ich Laden. Die stehen in der Regel mindestens von früh um sieben bis abends um neun auf der Matte. Und haben ihr Leben wohl ohnehin in ihren Laden verlagert – und leben damit vielleicht auch gut. Nur 24 Stunden werden sie es nicht durchhalten. Und dies sind wohl meist Familienbetriebe, wo es vielleicht mal eine Aushilfe gibt, aber meist eine/r den ganzen Tag da ist und ein/e zweite/r mitarbeitet. Dann halt vielleicht ab und zu eine Aushilfe. Genau für diese kleinen Läden wird es eng. Schichten bei Kaisers, Plus, Aldi etc. einzuführen, ist in meinen Augen auch kein Thema und wird es auch nicht sein. Ich fänd es nur verdammt schade, wenn es die kleinen Läden so nach und nach nicht mehr gibt. Aber vielleicht finden ja auch die Inhaber der kleinen Läden zu ihrem Rhythmus und dazu die passende Kundschaft.

  6. Aber vielleicht finden ja auch die Inhaber der kleinen Läden zu ihrem Rhythmus und dazu die passende Kundschaft.
    Genau das ist doch der Punkt! Kaum ein Laden, außer Supermärkten u.ä. wird dann 24h lang offen haben. Aber jeder kann wie er will. Ein Plattenladen kann von 2 Uhr nachmittags bis 2 uhr nachts geöffnet haben. Das kommt den Angestellten und den Kunden entgegen, möchte ich behaupten. Sowie ein kleiner türkischer Laden sich zb im Ramadan ebenfalls anpassen kann – da wird nachts gelebt!

  7. Für Touristen und Nachtschwärmer kann ich mir neben Shoppen auch noch Theater, Kino, Konzerte, Ausstellungen und andere schöne Sachen für die Nacht vorstellen. Partys sowieso. Urbanes Leben rulez!

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