Tolle Sache: Standard-Videogröße beim iPod verdoppelt sich

Das neue Firmware-Update beschwert dem Video-iPod auch in der bisherigen Ausführung die Möglichkeit, Videos im MPEG-4-AVC-Format (H.264) in 640×480 Auflösung bei einer Bitrate von 1,5 MBit/s darzustellen. Tolle Sache.

Ich erwäge ggf. Chaos TV auf das neue Format umzustellen und ggf. auch alte Videos neu zu konvertieren. Was meint ihr?

Update: Übrigens kann der iPod jetzt auch Kapitelmarken für Videos, was vorher nicht ging. Im User Interface auch sehr elegant gelöst. Im Kern kriegt man durch das Firmware-Update ein neues Gerät. Und laut Daring Fireball soll bei manchen Modellen auch die Akkulaufzeit verbessert worden sein (ich habe aber die alte nie wirklich gemessen).

Und noch’n Feature: Beim Abspielen eines Films kann man via Doppelklick mit dem Select-Button auch gleich noch die Helligkeit direkt einstellen. Sehr praktisch, zumal die Helligkeit offensichtlich der Hauptfaktor für den Stromverbrauch ist.

17 Gedanken zu „Tolle Sache: Standard-Videogröße beim iPod verdoppelt sich

  1. Ich schaue mir durchaus Filme – vor allem Fernsehserien – auf dem iPod an. Mir reicht die Auflösung dafür meist aus, das gilt im besonderen für Video-Podcasts wo es nun wirklich nicht um jedes Detail geht.

    Was man aber nicht vergessen darf: der iPod taugt auch als mobiles Zuspielungsgerät: via Videoausgang kann man den Kram auch auf jedem TV abspielen und dafür ist die 320×240 Auflösung bei korrektem Encoding durchaus ausreichend. Wie auch immer: die 640×480-Geschichte wird das noch verbessern.

  2. Mich als Ipod-Häretiker interessiert ja viel mehr, ob sich tatsächlich Leute damit unterwegs (oder auch sonst) auf so einem Gerät Filmchen anschauen. Ich konnte das noch nicht beobachten. Immerhin scheint jetzt aber langsam die Auflösung zu stimmen.

  3. Also ich brauche keine höhere Auflösung. Wars bis jetzt immer schon h264? Also h264 finde ich aufgrund der guten Kompression eine gute wahl. Und alle ernst zu nehmenden Videoplayer spielen es (vlc, mplayer und glaub auch xine. also alles das ffmpeg verwendert).

  4. Ich fänd es doof, wenn du dich weiterhin nach Apple richtest.
    Ich habe keinen iPod und werde mir auch keinen kaufen. Es gibt auch Geräte ohne DRM mit denen man Videos wiedergeben kann. Von daher kann ich eine bessere Auflösung nur gutheißen.

  5. Ich fänds gut. Die Hauptsache ist das ChaosTV bleibt und weiterhin so tolle Videos ausgespuckt. Sachen wie “What Barry says” oder “The Beauty of Sorting” waren einfach klasse. Dürfte ich die Clips eigentlich für die ein oder andere VJ-Session benutzen?

  6. Ich muss sagen, das mir diese Apple Lobhuddelei auch nicht gefällt. Die Geräte (ich meine vor allem die MP3 Player) von Apple sind weder besonders gut, noch sonstwie herausragend. Ganz im Gegenteil können sie bedeutend weniger als manches Konkurrenzprodukt und sind dann auch noch unverschämt teuer, obwohl sie zu Dumpingpreisen in China hergestellt wurden. Das mit iPod und iTunes DRM hoffähig gemacht wurde finde ich nicht gut, aber das ein CCC Mitglied (und ich würde einmal behaupten sogar ein sehr wichtiges CCC Mitglied) diese Geräte pusht und den Content darauf auslegt, finde ich irgendwie erschreckend. Tut mir leid, vielleicht sehe ich das auch zu undifferenziert, aber so denke ich momentan.

  7. Dieses iPod- und iTunes-Bashing scheint aber auch schwer in Mode zu sein. Meiner Meinung nach sind die iPods ganz im Gegenteil besonders gut im Oberflächen- Bedienungsdesign gelungen, und werden wie alle vergleichbaren Geräte in Fernost produziert. Die meisten MP3-Player unterstützen auch DRM, nur das von MS, ich sehe da keinen Unterschied. iTunes ist dann auch die einzige Software, die ich kenne, mit der man so bequem Video-Podcasts auf den mobilen Player verschieben kann. Und da iTunes und iPod eh Vorbild für alle anderen Geräte sein dürfte, kann man ruhig auch den Content darauf ausrichten.

    Andererseits wäre es natürlich auch nett, die Videos in Ogg Theora und die Audiofiles in Vorbis zu haben, um auch alternative Technologie zur Anwendung zu bringen. Nur sperrt man da sicher viele Leute aus, ich schau mir den Podcast auch in iTunes an. (Der fehlende Vorbis-Support ist übrigens der einzige Grund, warum ich noch keinen grünen Nano habe, aber wenn das so weitergeht, werd ich wohl nie einen haben.)

  8. Momentan kannst man h.264 mit 640×480 nur mit Quicktime oder mit Final Cut Pro erstellen. Third-Party Tools koennen ebenfalls h.264 encoden aber diese Videos laufen nicht auf dem iPod, da Apple einige speziellen h.264 codec Optionen benutzt. Ich vermute in eingigen Wochen klappt es auch mit diesen Tools.

    Das Problem mit QT ist, dass man nichts Einstellen kann beim Exporiteren auf iPod (export to Movie iPod). Die Videos sind nicht kleiner als MP4 mit 640×480 (spielt der iPod auch) und es dauert massiv laenger um mit H.264 zu encoden.

  9. Ich verstehe Eure DRM-Bedenken ja, aber hier geht es um etwas anderes. Den iPod kann man auch prima ohne DRM benutzen und so halte ich das auch. Das spielt bei Videopodcasting auch keine Rolle. Mein Problem ist hier primär das Default-Videoformat zum Posten. Und sich bei einem Podcast nach dem iPod zu richten, der das Phänomen losgetreten hat, ist ja wohl naheliegend.

    Wenn man sich im Netz so umschaut fällt es schwer irgendeinen anderen sinnvollen Standard zu finden. Die meisten AVI-Dateien im Netz sind totaler Murks und auch die hier in den Kommentaren gefordeten Formate wie XVid sind meist auch nur MPEG-4.

    Die einzige Alternative ist Ogg Theora. Das ist ja ganz nett, aber leider ist der Software-Support mager. Auf dem Mac gibt z.B. nicht ein Tool, dass diese Videos erzeugen kann, von einem Plug-In für die QuickTime-Architektur mal ganz abgesehen. Ohne Authoring Tools kann man hier nichts erreichen. Mehr als 10 Beispiele für Theora-Videos spuckt das Internet derzeit nicht aus. Und ich kenne keinen Player, der es kann. Dazu kommt, dass Ogg ohnehin von Matroska abgelöst wird. Das ist alles nix halbes, nix ganzes.

    Der iPod mit Video ist schlicht das einzige wirklich sinnvolle Gerät für Videopodcasting und die Verkaufszahlen sprechen für sich. Da nun alle 5G-iPods die neue Auflösung können ist es eine sinnvolle Richtlinie wie ich finde. Allerdings braucht es noch ein paar Updates für Tools zum Encoden, da Apple mit dem neuen Format auf das wohl ebenfalls neue Low-Complexity-Profile für H.264 gewechselt ist.

    Ich sehe es so: H.264 kann jeder nahezu jeder halbwegs aktuelle Rechner abspielen. Dazu kann es der iPod, die PSP und ggf. noch ein paar andere Player.

  10. Ja es ist sicher eine gute Sache, wenn man endlich mal ‘ne halbwegs vernünftige Auflösung für die Videos benutzt! Auch wenn ich nicht ganz einsehe, warum man die Videos nicht in xvid kodieren kann. Das wäre zumindest für alle Desktop User am einfachsten!

  11. VirtualHub hat heute ein Update veroeffentlicht. Als erstes Tool kann man damit H.264 mit 640×480 fuer den iPod erstellen. Andere, frei waehlbare Aufloesungen (iSquint (selber Hersteller nur kostenlos) wird diese Funktion sicherlich auch in einigen Tagen einbinden.

    Ich habe keine bedenken bezueglich DRM. Im Gegensatz zum Zune wird der selbst produzierte Content fuer den iPod/iTunes nicht DRM “verseucht”. Das laesst sich Problemlos auf den meisten OS abspielen (Habe Linux, FreeBSD, Windows, OSX gestetet).
    In meinen encoding Versuchen (Source DVD, Transport Stream von Sat und Xvid) hat der H.264 Codec kaum besser angeschnitten als plain MPEG-4. Beide Formate spielt der iPod ab. MPEG4 mit 640×480 bis 2.5Mbit/s, H.264 mit den von dir beschrieben Specs.

    Ich kenne deine Hardwareausstatung nicht. Mit meinem G5 dauert das Encoden von H.264 ca. 3-4 mal so lange wie fuer MPEG4 Files (beide mit iSquint/VirtuaHub erstelltm aber auch QT Pro ist nicht schneller). Das Endergebnis unterscheidet sich weder in der Bildqualitaet noch in der Filegroesse voneinander. Die H.264 Files waren auf 1GB nur wenige MB kleiner. Teilweise waren die H.264 sogar etwas groesser als MPEG4 (vorallem wenn man QT benutzt hat fuer H264). Die Frage ist ob sich der Aufwand lohnt.

    OT:
    Ein Hingucker ist es schon, wenn man den iPod per SVHS oder Composite an einen TV anschliesst und den Leuten einen FIlm in fast DVD Qualitaet zeigt.

  12. Hm. Ich habe durchaus mit H.264 bessere Ergebnisse, vor allem was die Skalierbarkeit auf höhere Auflösungen betrifft. Aber das ist wohl eine Frage des Encoder-Tunings.

    Seit gestern ist auch ViddyUp für 640×480 aktualisiert. Leider ohne die Möglichkeit, geringere Auflösungen zu kodieren.

  13. Martin:
    > (Der fehlende Vorbis-Support ist übrigens der
    > einzige Grund, warum ich noch keinen grünen Nano
    > habe, aber wenn das so weitergeht, werd ich wohl
    > nie einen haben.)

    http://rockbox.org sollte auch auf dem Nano laufen. Dann ist natürlich das User Interface weg. Da man aber mit Rockbox quasi ein Dualbootsystem hat, ist das wohl zu verschmerzen.

  14. Du kannst dir ja nen Nokia 770 mit ner ensprechend großen Speicherkarte zulegen. Das ist fast 16:9 und außerdem gibts seit kurzem ne lauffähige MPlayer Version dafür ;-)

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